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Newsletter Nr 80 - Gedanken zum Tag - 4. Juni 2020

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Liebe Leserinnen und Leser

 

 

Höre den Ruf meines Flehens,

wenn ich zu dir schreie,

wenn ich meine Hände erhebe

zum Allerheiligsten.

Ps 28,2

 

Notfälle treten immer wieder ein. Es kann jeden von uns treffen. Rasches

und richtiges Handeln ist gefragt. Ich verrate Dir fünf Schritte mit denen Dir dies gelingt und einen Grundsatz, der über allem steht. Merke sie Dir gut. Sie sind nicht nur praktisch, sondern haben auch eine spirituelle Dimension.

 

Der Grundsatz

Gott will, dass Du lebst! Er hat Dir Dein Leben geschenkt. Geh sorgsam damit um. Du sollst Dich nicht in Gefahr bringen. Bei allem, was Du bei einem Notfall tun kannst, denke zuerst an Deine Sicherheit. Es bringt nichts, wenn Du selbst in Not gerätst, weil Du besonders selbstlos helfen wolltest. Ganz im Gegenteil. Statt Teil der Lösung wirst Du zum Teil des Problems und musst selbst gerettet werden. Also bring Dich nicht in Gefahr. Jesus ist für Dich gestorben, damit Du lebst!

 

Nach dem dies geklärt ist, zeige ich Dir, was Du tun kannst, ohne Dich in Gefahr zu bringen.

 

 

1. Schritt: Bewahre Ruhe

Der erste Schritt ist meist der schwerste; auch im Fall eines Unglücks. Aber der erste Schritt ist immer der entscheidende. Wer den ersten Schritt nicht geht, wird nie ans Ziel kommen. Wer den ersten Schritt im Notfall vergisst, steckt bald selbst in der Tinte.

Das Unglück ist passiert. Egal wie rasch Du jetzt etwas tust, es macht das Geschehene nicht rückgängig. Akzeptiere es und bewahre Ruhe! Bleib einen Moment stehen, wenn Du nicht gerade selbst akut in Gefahr bist. Atme durch. Werde ruhig. Sprich vielleicht ein kurzes Gebet: «Gott sei mit mir!».

Mir tut dies gut. Dieser kurze Gebetsruf holt mich sofort runter und macht mich ruhig. Ich weiss, ich bin nicht allein. Gott ist bei mir. Er geht mit mir durch den Notfall.

Im Vertrauen auf Gott, kannst Du tun, was Du jetzt tun musst. Ruhig, klar und bestimmt.

 

 

2. Schritt: Alarmiere die Rettungskräfte

Ja, ich weiss, Du willst doch jetzt anpacken und helfen. Und ich schicke Dich zum Telefonieren! Total uncool, aber der einzig richtige Schritt. Es mag sein, dass Du Dich fähig und stark genug fühlst, die Notsituation alleine zu bewältigen, aber Du bist es (vermutlich) nicht. Hohl Hilfe! Einer ist keiner. Erst im Team seid Ihr stark. Erst im Team könnt Ihr Euch gegenseitig retten, wenn etwas schiefläuft.

Dass es nicht alleine geht, ist übrigens keine moderne Entdeckung. Mose hätte es ohne Aaron nicht einmal zum Pharao geschafft, geschweige denn das Volk durch die Wüste führen können. Selbst Jesus war kein Einzelkämpfer. Eine seiner ersten Taten war die Berufung des Petrus und der anderen Jünger. Er ging sein Werk nicht alleine an, sondern sammelte Helfer und Freunde um sich.

Sie haben ihn nicht nur unterstützt, sondern auch von seinen Taten berichtet. So erfahren wir wer, was, wo, mit wie vielen Beteiligten erlebt hat und von welcher Art das Wunder war (Die gleichen Fragen solltest Du idealerweise auch bei der Alarmierung beantworten können. Also wer ruft an? Was ist passiert? Wo ist es passiert? Wie viele Beteiligte/Verletzte gibt es? Welche Art von Verletzungen gibt es?)

 

 

3. Schritt: Aktiv werden

Jetzt darfst Du etwas tun! Doch immer unter Beachtung des obersten Grundsatzes! Wie lautete er nochmals? Genau: Bring Dich nicht in Gefahr!

Je nach Art des Notfalls und je nach Vorbildung kannst Du anderen Menschen helfen die Gefahrenzone sicher zu verlassen. Wo dies nicht (mehr) nötig ist, kannst Du Erste Hilfe leisten (Hab keine Angst vor Fehlern! Nur nichts tun wäre falsch!). Wenn es brennt, kannst Du den Brand bekämpfen indem Du Fenster und Türen schliesst, wo dies gefahrlos möglich ist. So verhinderst Du weiteren Schaden. (Dies ist übrigens meist effektiver als ein Löschversuch, bei dem Du Dich ziemlich sicher in Gefahr begibst und am Ende noch selbst gerettet werden musst.)

Du sollst aktiv werden und helfen – Fotos und Videos mit dem Handy zu machen und in den sozialen Medien zu teilen gehört übrigens nicht dazu und kann Dich in Schwierigkeiten bringen! Also lass es bitte sein.

 

 

4. Schritt: Bewahren und Betreuen

Bis jetzt hast Du alles richtig gemacht! Du hast die Rettungskräfte alarmiert. Du hast andere und Dich in Sicherheit gebracht. Du hast erste Hilfe geleistet im Rahmen Deiner Möglichkeit und geholfen ein Ereignis so gut es möglich ist zu begrenzen.

Nun stehst Du mit anderen Betroffenen zusammen. Haltet zusammen. Bleibt beieinander. Schaut füreinander. Vielleicht geht es einem von Euch nicht gut? Vielleicht merkst Du, dass jemand noch ganz in Panik ist? Vielleicht will jemand weglaufen und noch rasch etwas aus dem brennenden Haus holen?

Versuche, wo es nötig ist, beruhigend auf andere zu wirken und sprich Mut und Trost zu. Dränge Dich nicht auf. Einige Menschen möchten unmittelbar nach einem Notfall reden. Höre geduldig zu. Andere möchten für sich sein. Respektiere dies. Es hilft viel, wenn Du die Ruhe aus Schritt eins nicht nur bewahrt hast, sondern jetzt auch ausstrahlst!

Als das Volk Israel zwischen der Armee des Pharaos und dem Meer gefangen war, gerieten sie in Aufruhr. Mose aber blieb ruhig. Das beruhigte auch sein Volk. Seine Zuversicht und sein Vertrauen auf Gott wirkten auf das Volk. (OK, es war sicher auch hilfreich, dass Gott das Meer teilte, aber das Volk ging ruhig hindurch, weil Mose ihnen ruhig voranging.)

 

 

5. Schritt: Das Erlebte verarbeiten

Ein Notfall hat ein Ende. Normalität kehrt wieder ein. Doch das Ereignis ist noch nicht zu Ende. Du hast etwas Aussergewöhnliches erlebt. Das macht etwas mit Dir. Friss es nicht in Dich hinein. Sprich darüber. Mit Deiner Familie, mit Freunden oder auch mit Deinem Pfarrer oder Deiner Pfarrerin. Erzähle was passiert ist und welche Gefühle dies bei Dir ausgelöst hat und auslöst. Das hilft Dir damit klar zu kommen. Es hilft Dir Deine Gefühle zu ordnen.

Auch das Gebet kann hilfreich sein. Du kannst bei Gott klagen, schimpfen aber auch danken. Denn es hätte schlimmer kommen können. Er hat Dich bewahrt. Er ist mit Dir durch die Herausforderung gegangen. Er geht auch jetzt mit Dir!

Schau zu Dir und friss nichts in Dich hinein. Du bist nicht allein. Gott ist mit Dir!

 

 

Ich bin davon überzeugt, mit diesen fünf Schritten und unter Beachtung des obersten Grundsatzes wirst Du mit jedem Notfall und jeder Krise in Deinem Leben fertig und das Erlebte wird Dich nicht fertig machen. So bist Du gut gerüstet, was auch immer Dir auf dem Lebensweg begegnen wird. Du gehst nicht allein. Gott geht mit Dir mit.

 

 

Gebet

Gott

Ich weiss, du bewahrst mich nicht vor allem Leid.

Aber du bist mit mir in jedem Leid.

Du gehst mit mir.

Im Licht deines Tages und in der Finsternis meiner Nacht.

Auf Dich darf ich mich verlassen.

Hab Dank von Herzen her.

Amen

 

 

 

B’hüet Sii Gott!

 

 

 

Christian Vogt

      

  

 

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Pfr. Christian Vogt

Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde Veltheim-Oberflachs

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